Welche Übertragungswege gibt es?

Insbesondere schwangere Frauen und Frauen mit Kinderwunsch sollten über die Übertragungswege des Cytomegalovirus informiert sein, damit sie sich im Falle einer Infektion so verhalten können, dass die Gesundheit ihres ungeborenen Kindes nicht gefährdet ist.

Die Infektion kann auf einer Vielzahl von Wegen erfolgen, denn das Cytomegalovirus wird von infizierten Menschen mit den Körperflüssigkeiten wie Speichel, Tränen, Muttermilch, Urin, Sperma oder Vaginalsekret ausgeschieden. Über den engen direkten Kontakt überträgt sich das Virus von Mensch zu Mensch. Das kann auch durch die Übertragung von Blut oder Blutprodukten sowie bei Organtransplantationen geschehen.

Eine schwangere Frau oder eine stillende Mutter kann das Virus unbemerkt auf ihr Ungeborenes beziehungsweise auf ihr Kind übertragen. Stillen stellt den Hauptübertragungsweg für das Virus dar. Während eine Infektion über die Muttermilch für Reifgeborene in der Regel keine Gefahr bedeutet, kann sie bei besonders kleinen und unreifen Frühgeborenen schwere Erkrankungen auslösen.

Nach einer Infektion verbleibt das Cytomegalovirus lebenslang im menschlichen Körper. Selbst nach Beendigung der Erkrankung kann es noch wochenlang im Speichel und Urin ausgeschieden werden. Besonders in der Schwangerschaft infizierte Kinder scheiden das Virus über Jahre aus und stellen damit auch eine nicht zu unterschätzende Infektionsquelle für Spielkameraden und Betreuerinnen dar.