Infektion bei Schwangeren

Schwangere Frauen sind aufgrund ihres abwehrbereiten Immunsystems durch das Cytomegalovirus nicht gefährdet. Bei Bestehen einer Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch sollten Frauen jedoch ihr individuelles Risikoprofil durch einen Antikörpertest bestimmen lassen, um im Falle einer Erstinfektion und damit einer möglichen Übertragung des Cytomegalovirus auf das ungeborene Kind vorbeugen zu können.

Etwa die Hälfte aller Schwangeren in Europa hat noch keine Cytomegalieinfektion durchgemacht. Bei circa einem bis zwei Prozent dieser Frauen ist kurz vor oder während der Schwangerschaft mit einer erstmaligen Infektion mit dem Cytomegalovirus zu rechnen.

Eine Erstinfektion verläuft bei gesunden Erwachsenen in den meisten Fällen ohne oder nur mit geringen Krankheitssymptomen. Mögliche Anzeichen können Fieber, eine Schwellung der Lymphknoten, Kopf- und Gliederschmerzen sein. In seltenen Fällen kann es zu Flankenschmerzen und Abgeschlagenheit kommen. Häufig bleiben die Infektionen von den Betroffenen jedoch gänzlich unbemerkt.

Da die Cytomegalieinfektion für Mutter und Kind meist ohne Symptome verläuft, wird sie oft nicht erkannt. Treten erst später beim Kind Symptome auf, ist ein Zusammenhang mit einer Infektion vor oder während der Schwangerschaft nicht mehr so offensichtlich.

Cytomegalie – kein einfacher Infekt

Eine Cytomegalieinfektion kann symptomlos verlaufen, aber auch auffällige Symptome hervorrufen. Länger anhaltende grippale Infekte, insbesondere Lymphknotenschwellungen, Fieberschübe, Kopfschmerzen oder Oberbauchschmerzen können Anzeichen für eine Erstinfektion mit dem Cytomegalovirus sein.

Während der Schwangerschaft sollten diese Symptome im Verdachtsfall mittels Ultraschall- und Blutuntersuchungen bei der Schwangeren abgeklärt werden. Zur weiteren Abklärung sind zusätzliche Laboruntersuchungen notwendig. Auf diesem Wege kann eine definitive Diagnose gestellt werden und das Risiko für das Ungeborene eingeschätzt werden.