Fragen und Antworten

Woran kann ich eine Cytomegalieinfektion erkennen?

Eine Cytomegalieinfektion verläuft bei gesunden Erwachsenen in der Regel ohne oder nur mit geringen Krankheitssymptomen. Sie kann einem grippalen Infekt ähneln oder sich durch Fieber, einer Schwellung der Lymphknoten, Kopf- und Gliederschmerzen auszeichnen. In seltenen Fällen kann es zu Flankenschmerzen und Abgeschlagenheit kommen. Aufgrund ihres symptomlosen Verlaufs sowohl bei der Mutter als auch beim Kind wird die Cytomegalieinfektion oft nicht erkannt.

Die Mutterschutzrichtlinien in Deutschland sehen einen generellen Antikörpertest (CMV-IgG-Test) für Schwangere nicht vor, und die Krankenversicherung übernimmt die relativ geringen Kosten pro Test nur bei begründetem Verdacht.

Wie verhalte ich mich, wenn ich eine Cytomegalieinfektion befürchte?

Länger anhaltende grippale Infekte, Fieberschübe, geschwollene Lymphknoten, Kopfschmerzen oder Oberbauchschmerzen können Anzeichen für eine Erstinfektion mit dem Cytomegalovirus sein. Um ein Risiko möglichst frühzeitig zu erkennen, besteht jedoch die Möglichkeit, bereits vor einer geplanten oder kurz nach Eintritt einer Schwangerschaft einen CMV-IgG-Test auf eigene Kosten durchführen zu lassen. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

Sprechen Sie Ihren Frauenarzt an: Besteht der Verdacht auf eine Cytomegalieinfektion, kann Ihr Frauenarzt eine Antikörperbestimmung und gegebenenfalls weitere Untersuchungen (z. B. Ultraschall) veranlassen.

Wie kann ich mich und mein Kind vor einer Cytomegalieinfektion schützen?

Das höchste Risiko einer Cytomegalieinfektion bei einem Ungeborenen besteht dann, wenn die Mutter keine Antikörper gegen das Virus besitzt (CMV-seronegativ). Haben Sie also noch keinen Kontakt mit dem Virus gehabt und sind Sie schwanger, sollten Sie besondere Hygieneregeln beachten und den häufigen und engen Kontakt zu Kindern privat oder beruflich meiden.

Wenn Sie seronegativ sind und Umgang mit Kleinkindern haben, empfiehlt es sich, Gegenstände und Oberflächen zu reinigen, die mit Urin und Speichel von Kleinkindern in Kontakt kamen. Wichtig ist darüber hinaus eine gründliche Händehygiene mit Seife und warmem Wasser nach dem Windelwechsel, Füttern, Baden, Nase putzen und dem Anfassen von Spielzeug.

Auch die gemeinsame Benutzung von Tassen, Taschentüchern und anderen Gegenständen, die gemeinsame Nahrungsaufnahme, das Küssen auf den Mund und das Ablecken von Schnullern sollten vermieden werden.

Kann die konnatale (angeborene) Cytomegalieinfektion behandelt werden?

Findet der Arzt während der Schwangerschaft Hinweise für eine Erstinfektion (Bildung von Antikörpern), besteht die Möglichkeit einer Behandlung mit Hyperimmunglobulinen (Off-Label-Use, d. h. außerhalb des bisher zugelassenen Anwendungsbereiches). Eine Gabe von Virostatika hingegen kann schwere gesundheitliche Schäden beim Fetus verursachen. Der Einsatz von Virostatika kommt erst beim infizierten Neugeborenen infrage.